Schlagwortarchiv: Kultur

ausstellungen

Neue Arbeiten

Ste­phan Bal­ken­hol gilt als weg­wei­send in der zeit­ge­nös­sisch figu­ra­ti­ven Skulp­tur und als einer der inter­na­tio­nal renom­mier­tes­ten Künst­ler Deutsch­lands. Bal­ken­hols Skulp­tu­ren, die er mit dem Bei­tel aus mäch­ti­gen Holz­stäm­men haut und far­big fasst, sind meist anony­me Figu­ren. Män­ner und Frau­en, aber auch Tie­re, die nichts von sich preis­ge­ben, kei­ne Emo­tio­nen zur Schau stel­len und schwer greif­bar blei­ben. Durch die weit­ge­hen­de Rück­nah­me einer psy­cho­lo­gi­sie­ren­den Dimen­si­on sind Bal­ken­hols Figu­ren immer auch ein Spie­gel, der die Gefüh­le, Wün­sche und Hoff­nun­gen der Betrach­ten­den reflek­tie­ren kann. Die Aus­stel­lung läuft noch bis zum 26. Janu­ar 2019.

 

Gale­rie Löhrl
Kai­ser­str. 58–60, 41061 Mön­chen­glad­bach
Öff­nungs­zei­ten: Di bis Fr 13–18 Uhr, Sa 10–14 Uhr

Ausgabe 1-2019

Konzert für Toleranz

Die gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung in Deutsch­land und die Ereig­nis­se der letz­ten Mona­te, ver­bun­den mit der Sor­ge um stei­gen­de Into­le­ranz und Aggres­sio­nen gegen­über Frem­de, haben den Anlass für die­sen musi­ka­li­schen Abend im Thea­ter im Grün­dungs­haus gege­ben. Mön­chen­glad­bach möch­te mit die­sem Kon­zert, das auch schon in vie­len ande­ren gro­ßen Städ­ten in ver­schie­dens­ten For­men statt­ge­fun­den hat, ein Zei­chen für Viel­falt und Men­schen­freund­lich­keit set­zen.

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team um Mario Bocks und Elmar Spin­nen konn­ten mit dem TIG und dem Kul­tur­beu­tel e.V. einen Part­ner und geeig­ne­ten Ort fin­den, wo an die­sem Abend mit „Der groove!chor“, „KIDBOX“, „Rose Club“, „Rene Buss und die Sti­cky Back­seats““ und eine Über­ra­schungs­band aus der loka­len Mön­chen­glad­ba­cher Sze­ne, ein bun­tes musi­ka­li­schen Zei­chen für eine tole­ran­te Stadt gesetzt wird. Das Gruß­wort am Abend spricht Bür­ger­meis­ter Ulrich Elsen. „Wir erhof­fen uns ein sehr brei­tes Unter­stüt­zer­feld in Mön­chen­glad­bach. Dazu sind alle Orga­ni­sa­tio­nen, Par­tei­en. Fir­men und Pri­vat­men­schen recht herz­lich ein­ge­la­den, ein Zei­chen für eine bun­te, welt­of­fe­ne und tole­ran­te Stadt durch Ihren Bei­trag zu set­zen“, so der Wunsch des Orga­ni­sa­ti­ons­teams.

Die Erlö­se aus Spen­den und Ein­tritts­gel­der gehen an eine sozia­le Ein­rich­tung in Mön­chen­glad­bach, die in einer Pres­se­kon­fe­renz zu einem spä­te­ren Zeit­punkt bekannt gege­ben wird. Am 12. Janu­ar 2019, um 19 Uhr im TIG Mön­chen­glad­bach.

Der Ein­tritts­preis beträgt 10 Euro / 12 Euro Abend­kas­se. Kar­ten gibt es online hier!

Ausgabe 1-2019, GU 1-2019

Stadt-Touren

Nach den Fest­ta­gen lädt der Janu­ar zu besinn­li­chen Spa­zier­gän­gen in der win­ter­li­chen Stadt ein, in der nach dem bun­ten Weih­nachts­markt­trei­ben wie­der Ruhe ein­ge­kehrt ist.

Ticket und Info-Ser­vice FIRST Rei­se­bü­ro, Bis­marck­stra­ße 23–27, Tel.: 02161–27 41 61, Mo-Fr 9.30 -18.30 Uhr, Sa 10–16 Uhr sowie online hier!

Mönchsspaziergang

Auch im neu­en Jahr ist der geheim­nis­vol­le Mönch unter­wegs. Am Mitt­woch, dem 2. Janu­ar 2019 und am Mitt­woch, dem 23. Janu­ar 2019 führt er durch die Alt­stadt und erzählt dabei von Sagen und Legen­den über das Leben des Gra­fen Bal­de­rich und sei­ne Ver­bin­dung zur Vitus­stadt. Eine Geschichts­stun­de der ganz beson­de­ren Art. Der etwa 1,5-stündige Spa­zier­gang star­tet jeweils um 17 Uhr.

 

Kinder als Mönche

Der span­nen­de Rund­gang wird auch für den Mön­chen­glad­ba­cher Nach­wuchs ange­bo­ten: Bei der etwa 90-minü­ti­gen Stadt-Tour für Kin­der zie­hen die jun­gen „Stadt-Erkun­der“ am Sonn­tag, dem 13. Janu­ar 2019 um 15 Uhr „Von Spiel zu Spiel durch die Alt­stadt“, erle­ben Aben­teu­er und hören Geschich­ten. Ein Rie­sen­spaß für klei­ne (und auch für gro­ße) Mön­chen­glad­ba­cher, die Geschich­te rich­tig leben­dig wer­den las­sen wol­len.

Mittelalter-Tour

Vom 9. bis 11. August 2019 wird das tra­di­tio­nel­le Ritterfest Schloss Rheydt mit sei­ner span­nen­den Zeit­rei­se in die Welt des Mit­tel­al­ters wie­der Besu­cher von Nah und Fern fas­zi­nie­ren. Einen ers­ten Aus­blick auf das tur­bu­len­te Spek­ta­kel bie­tet die zwei­stün­di­ge Mit­tel­al­ter-Tour „Von Spieß­bür­gern, Bau­ern und Die­bes­ge­sin­del“ am Sams­tag, dem 26. Janu­ar 2019 um 15 Uhr. Wer schon immer wis­sen woll­te, wie ein Hen­ker sich sein Zubrot ver­dien­te und wel­che Kräu­ter ursprüng­lich im Abtei­gar­ten wuch­sen oder wer sogar ein­mal „auf den Hund kom­men“ möch­te, kann sich von einem Stadt­füh­rer im his­to­ri­schen Gewand in die Welt des Mit­tel­al­ters ent­füh­ren las­sen und einen All­tag ken­nen­ler­nen, der von Gläu­big­keit und Natur­ver­bun­den­heit geprägt war.

 

 

Ausgabe 1-2019

Kleiner Prinz

des Cellos

 

Der 1994 in Paris gebo­re­ne Cel­list Edgar Moreau wird von Publi­kum wie Kri­tik welt­weit als der „klei­ne Prinz des Cel­los“ gefei­ert. Im drit­ten Meis­ter­kon­zert am Don­ners­tag, dem 24. Janu­ar 2019 (20 Uhr, Thea­ter Mön­chen­glad­bach) gas­tiert der 2016 mit dem ECHO-Klas­sik als Nach­wuchs­künst­ler des Jah­res aus­ge­zeich­ne­te Fran­zo­se, der als Vier­jäh­ri­ger mit dem Cel­lo­spiel ange­fan­gen und im Alter von 15 Jah­ren bereits ers­te gro­ße Wett­be­wer­be gewon­nen hat, im Duo mit dem Pia­nis­ten David Kadouch erst­mals in Mön­chen­glad­bach. Moreaus kon­ge­nia­ler Kla­vier­part­ner, 1985 in Niz­za gebo­ren, ist Preis­trä­ger zahl­rei­cher inter­na­tio­na­ler Wett­be­wer­be, spielt bei inter­na­tio­na­len Fes­ti­vals und arbei­tet mit bedeu­ten­den Diri­gen­ten und Kam­mer­mu­sik­part­nern zusam­men.

Für das Meis­ter­kon­zert haben die bei­den Welt­stars ein span­nen­des und klug kon­zi­pier­tes Pro­gramm aus Sona­ten für Vio­lon­cel­lo und Kla­vier zusam­men­ge­stellt. Sei­ne Säu­len bil­den mit César Francks berühm­ter A-Dur-Sona­te und Fran­cis Pou­lencs Sona­te zwei Mei­len­stei­ne der spät­ro­man­ti­schen Kam­mer­mu­sik. Ergänzt wer­den sie durch die gro­ße Sona­te „Titus et Béré­ni­ce“, zu der die Pia­nis­tin und Kom­po­nis­tin Rita Strohl, ein musi­ka­li­sches Wun­der­kind, das spä­ter in ganz Euro­pa auf­trat, durch ein Lie­bes­dra­ma von Jean Raci­ne inspi­riert wur­de.

Vor dem Kon­zert sind die Besu­cher um 19.15 Uhr zu einer Pro­gramm­ein­füh­rung ein­ge­la­den. Das Meis­ter­kon­zert wird vom Ver­ein der Freun­de und För­de­rer der Musik in Mön­chen­glad­bach unter­stützt.

Mehr Infos und Tickets!

GU 1-2019

Neujahrskonzert

Eben­so tra­di­tio­nell wie der Kon­zert­ter­min – 1. Janu­ar um 20 Uhr auf der Gro­ßen Büh­ne des Thea­ters Mön­chen­glad­bach – ist mitt­ler­wei­le das Mot­to des belieb­ten Neu­jahrs­kon­zerts der Nie­der­rhei­ni­schen Sin­fo­ni­ker. Zum mitt­ler­wei­le sieb­ten Mal laden Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor Mih­kel Küt­son und Gene­ral­inten­dant Micha­el Gros­se als Mode­ra­tor zu Neu­jahrs­grü­ßen aus der gan­zen Welt ein.

Neben einem abwechs­lungs­rei­chen Mix von Musik aus aller Welt, dies­mal sind unter ande­rem die „Sui­te espa­no­la“ von Isaac Albe­niz und die „Dan­se ori­en­tal“ von Alex­an­der Gla­sunow zu hören, darf sich das Publi­kum auch stets auf einen außer­ge­wöhn­li­chen Solo­auf­tritt freu­en. Nach der feu­ri­gen Fla­men­co­tän­ze­rin in 2018 ist GMD Mih­kel Küt­son auch 2019 für eine Über­ra­schung gut: Mit Mon­ja Heu­ler kommt eine jun­ge Mund­har­mo­ni­kaspie­le­rin als Gast an den Nie­der­rhein!

Als Gruß an das berühm­te Wie­ner Neu­jahrs­kon­zert geben Küt­son und sei­ne Sin­fo­ni­ker außer­dem schwung­vol­le Melo­di­en der Strauß­dy­nas­tie zum Bes­ten. Mehr Infos und Tickets!

 

Ausgabe 12-2018

Kunst- und Handwerk

in Schloss Rheydt

Wie­der wer­den etwa 60 Kunst­hand­wer­ker aus unter­schied­lichs­ten Spar­ten ihre Uni­ka­te und Erzeug­nis­se anbie­ten. Im male­ri­schen Renais­sance-Ambi­en­te von  Schloss Rheydt kommt beim  Duft von Glüh­wein eine ganz beson­de­re Weih­nachts­stim­mung auf. Neben Tex­ti­li­en, Kera­mik, Spiel­zeug, Schmuck und  Wohn­ac­ces­soires sind auch Genuss­mit­tel wie Mar­me­la­de, Honig, Likör, Nou­gat und ande­re Deli­ka­tes­sen zu erste­hen und genie­ßen. Eini­ge Aus­stel­ler las­sen sich bei der Her­stel­lung ihrer Waren über die Schul­ter schau­en und beant­wor­ten ger­ne per­sön­lich Fra­gen zu ihren Pro­duk­ten. Genie­ßen Sie bei einem Spa­zier­gang über das Gelän­de die ange­bo­te­ne Viel­falt.

Nach einem Rund­gang durch das Schloss und dem Erwerb von außer­ge­wöhn­li­chen kunst­hand­werk­li­chen Arbei­ten für sich oder als indi­vi­du­el­les Weih­nachts­ge­schenk, lädt der Arka­den­hof mit vor­weih­nacht­li­chen, gas­tro­no­mi­schen Ange­bo­ten zum Ver­wei­len in roman­ti­scher Atmo­sphä­re ein. Hier gibt es Glüh­wein und Kin­der­punsch sowie Kaf­fee, Ves­per­stan­gen, Brat­wurst vom Rost, klei­ne Pas­ta-Spe­zia­li­tä­ten und Crê­pes sowie anre­gen­de Gesprä­che mit ande­ren Markt­be­su­chern. Am 8. + 9. Dezem­ber von 11 bis 18 Uhr.  Mehr Infos!

Ausgabe 12-2018

Festliche Operngala

Die verrückte Welt der Oper

Für die Fest­li­che Opern­ga­la des Thea­ters Mön­chen­glad­bach am 9. Dezem­ber 2018 (18 Uhr)  die in die­ser Spiel­zeit das lau­ni­ge Mot­to „Die­ver­rück­te Welt der Oper“ trägt, keh­ren zwei Solis­ten an ihr ehe­ma­li­ges Stamm­haus am Nie­der­rhein zurück: Dara Hobbs und Micha­el Kup­fer-Rade­cky.

Dara Hobbs

Micha­el Kup­fer-Rade­cky

Gemein­sam mit Mit­glie­dern des Musik­thea­ter­en­sem­bles und des Opern­stu­di­os Nie­der­rhein prä­sen­tie­ren die Sopra­nis­tin und der Bari­ton ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm mit Ari­en und Ensem­bles aus Opern von Hec­tor Ber­li­oz, Geor­ges Bizet, Gaeta­no Doni­zet­ti, Gioac­chi­no Ros­si­ni, Giu­sep­pe Ver­di, Richard Wag­ner u.a.

Für bei­de Künst­ler war das Thea­ter Kre­feld und Mön­chen­glad­bach eine der ers­ten Sta­tio­nen nach ihrer Gesangs­aus­bil­dung, bei­de star­te­ten von dort aus ihre inter­na­tio­na­le Kar­rie­re. Die gebür­ti­ge US-Ame­ri­ka­ne­rin Dara Hobbs war von 2007 bis 2012 fest am Gemein­schafts­thea­ter enga­giert. In die­ser Zeit sang sie u.a. die Titel­rol­len in „Tos­ca“ und „Suor Ange­li­ca“ von Gia­co­mo Puc­ci­ni, „Aida“ von Giu­sep­pe Ver­di und „Ari­ad­ne auf Naxos“ von Richard Strauss. Wei­te­re Rol­len waren Lisa in „Pique Dame“ von P. I. Tschai­kow­sky, Eli­sa­bet­ta in „Don Car­lo“ von Giu­sep­pe Ver­di, Cont­essa in „Le noz­ze di Figa­ro“ von W. A. Mozart und Brünn­hil­de in „Der Ring an 1 Abend“ von Richard Wag­ner / Lori­ot. Seit 2012 ist die Sopra­nis­tin frei­schaf­fend und hat sich inzwi­schen als gefrag­te Wag­ner-Inter­pre­tin einen Namen gemacht.

Micha­el Kup­fer-Rade­cky gehör­te von 2006 bis 2011 zum Musik­thea­ter­en­sem­ble des Thea­ters Kre­feld und Mön­chen­glad­bach. Das Publi­kum konn­te den Bari­ton u.a. erle­ben als: Gugliel­mo in „Così fan­tut­te“ von W. A. Mozart, Enri­co in „Lucia di Lam­mer­moor“ von Gaeta­no Doni­zet­ti, Mar­quis von Posa in „Don Car­lo“ von Giu­sep­pe Ver­di, Nick Shadow in „The Rake’s Pro­gress“ von Igor Stra­win­s­kij, Wil­liam in „The Fall oft he House of Usher“ von Phil­ip Glass, Fürst Jeletz­ki in „Pique Dame“ von P. I. Tschai­kow­sky und Wotan und Gun­ther in „Der Ring an 1 Abend“ von Richard Wag­ner / Lori­ot. Bei der Fest­li­chen Opern­ga­la singt Dara Hobbs u.a. die Arie der Lisa „Schon naht sich Mit­ter­nacht“ aus „Pique Dame“ von P. I. Tschai­kow­skij und Isol­des Lie­bes­tod aus Richard Wag­ners „Tris­tan und Isol­de“. Micha­el Kup­fer-Rade­cky singt u.a. die Arie des Mac­beth aus „Mac­beth“ von Giu­sep­pe Ver­di und den Wahn­mo­no­log des Hans Sachs aus „Die Meis­ter­sin­ger von Nürn­berg“ von Richard Wag­ner.

Mode­riert wird der Abend von Gene­ral­inten­dant Micha­el Gros­se. Die Nie­der­rhei­ni­schen Sin­fo­ni­ker spie­len unter der Lei­tung von GMD Mih­kel Küt­son.

 

 

 

 

Anmel­dung und mehr Infos unter www.lg-moenchengladbach.de

 

ausstellungen

Teutscher Reis und Peper van Indien

Neue Pflanzen in heimischen Gefilden

Ob Mais, Toma­ten, Kakao oder Tabak – mit der Ent­de­ckung Ame­ri­kas erreich­te eine Viel­zahl neu­er Pflan­zen Euro­pa. Aus ande­ren Tei­len der Erde kamen Gewür­ze, Tee oder Süd­früch­te. Selbst der ver­meint­lich urdeut­sche Kohl stammt nicht von hier. Ohne die vie­len ›Zuwan­de­rer‹ aus aller Welt wären unse­re Spei­se­kar­ten recht kurz, Genuss­mit­tel wie Kaf­fee oder Wein unbe­kannt. „Teut­scher Reis und Pepe van Indi­en“ geht der Fra­ge nach, wann wel­che Pflan­zen ihren Weg zu uns fan­den. Im Mit­tel­punkt steht dabei die Zeit der Renais­sance. Die Aus­stel­lung  läuft noch bis zum 20. Janu­ar 2019.

Städt. Muse­um Schloss Rheydt
Schloss­stra­ße 508, 41238 Mön­chen­glad­bach
Öff­nungs­zei­ten: Di bis Fr 11–17 Uhr, Sa und So 11–18 Uhr

 

ausstellungen

Der Schrank von Ramon Haze

Was wird aus der Kunst des 20. und 21. Jahr­hun­derts? Wel­che Wer­ke blei­ben erhal­ten? Wel­che Kunst­re­zep­ti­on setzt sich durch? Wel­che media­len Arbei­ten sind noch les­bar? Und wie wer­den sie kon­ser­viert? Ramon Haze, ein Kunst­de­tek­tiv und Samm­ler, der in der kom­men­den Kul­tur­epo­che lebt, gibt Ant­wor­ten. Er sam­melt mit sei­nen Scher­gen, Hol­mer Feld­mann und Andre­as Grahl, Objek­te  aus dem 20. und 21. Jahr­hun­dert, deren Funk­tio­nen er nicht mehr erken­nen kann und sie des­halb dem Feld der soge­nann­ten Kunst  zuord­net.

So fin­den sich neben ver­traut erschei­nen­den frü­hen Wer­ken von Jeff Koons oder Mar­cel Duch­amp bei­spiels­wei­se auch Kachel­fel­der-Arbei­ten einer Ruth Tau­er. Die Betrach­ter wer­den in der Kon­fron­ta­ti­on mit die­ser Samm­lung zum Kor­rek­tiv – Kri­te­ri­en der Kunst­kri­tik  und -geschichts­schrei­bung ver­un­klärt. Der Schrank von Ramon Haze beschäf­tigt sich mit Kunst­ge­schich­te, dem Umgang mit Ver­gan­gen­heit und Zukunft, dem Sam­meln und der eige­nen zeit­his­to­ri­schen Situa­ti­on als Künst­ler.

DER SCHRANK VON RAMON HAZE war in den letz­ten 20 Jah­ren erst vier­mal der Öffent­lich­keit zugäng­lich u.a. als  For­schungs­sta­ti­on zum Hybrid Work Space auf der docu­men­ta X. Im Muse­um Abtei­berg wird die Kunst­samm­lung in einer tota­len Instal­la­ti­on und Syn­er­gie mit der Samm­lung des Muse­ums gezeigt. Anläss­lich die­ser Aus­stel­lung erscheint ein erwei­ter­tes wis­sen­schaft­li­ches Werk­ver­zeich­nis.  Die Aus­stel­lung  läuft vom 11. Novem­ber bis zum 27. April 2019. (Die Eröff­nung ist um 12 Uhr).

Städt. Muse­um Abtei­berg
Abtei­stra­ße 27, 41061 Mön­chen­glad­bach
Öff­nungs­zei­ten: Di bis Fr 11–17 Uhr, Sa und So 11–18 Uhr

GU 11-2018

Thomas Schmidt

Alles kann, nichts muss

Tho­mas Schmidt hat das, wovon ande­re nur träu­men: eine bio­lo­gi­sche Uhr, die immer nach­geht. Doch das hat nicht nur Vor­tei­le. Die Absur­di­tä­ten, die er tag­täg­lich erlebt, hat er in sei­nem Live-Pro­gramm „Alles kann, nichts muss“ ori­gi­nell ver­ar­bei­tet.

Am Frei­tag, 30. Novem­ber 2018, prä­sen­tiert er es ab 20 Uhr zum ers­ten Mal im Thea­ter im Grün­dungs­haus Mön­chen­glad­bach. Es ist ein phy­sio­lo­gi­sches Wun­der. Tho­mas Schmidt ist 32 Jah­re alt, doch er sieht sehr viel jün­ger aus. Der Köl­ner Come­di­an weiß nur zu gut, wie es sich anfühlt, weni­ger Bart­wuchs zu haben als Flip­per. Er weiß, wie es ist, auf dem Pau­sen­hof der neun­jäh­ri­gen Nich­te als Mit­schü­ler gehän­selt zu wer­den und an der Kas­se im Super­markt den Aus­weis zücken zu müs­sen.  In sei­nem neu­en Live-Pro­gramm „Alles kann, nichts muss!“ hat er all die Din­ge, die er durch sein per­sön­li­ches Dilem­ma erlebt, ide­en­reich auf­ge­ar­bei­tet.

Er prä­sen­tiert die Absur­di­tä­ten in beein­dru­cken­der Gelas­sen­heit und hat sich dadurch bereits als per­so­ni­fi­zier­ter Tro­cken­dock der Deut­schen Come­dy einen Namen gemacht. Cool, sou­ve­rän und dabei wohl­tu­end boden­stän­dig prä­sen­tiert er die Skur­ri­li­tä­ten sei­nes All­tags. Authen­tisch und immer mit dem Gespür für den beson­de­ren Blick­win­kel über­rascht er sei­ne Zuschau­er. Dar­über, war­um ein Tank­stel­len­be­such zu einer ernst­haf­ten Sinn­kri­se wer­den kann, aber auch war­um Chips­do­sen dis­kri­mi­nie­rend sind, klärt Tho­mas Schmidt uns auf sei­ne ein­zig­ar­tig läs­si­ge und lus­ti­ge Art auf.

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