Kleine Welten

Sili­kon, Por­zel­lan und Vlies­stof­fe sind die Mate­ria­li­en, mit denen Ulli Böh­mel­mann sich seit ihrem Stu­di­um an der Hoch­schu­le für Küns­te in Bre­men beschäf­tigt. Ihren leich­ten, oft zer­brech­lich wir­ken­den Skulp­tu­ren sieht man ihre Mate­ri­al­her­kunft auf den ers­ten Blick nicht an. Häu­fig schwe­ben sie frei im Raum und las­sen alle Gedan­ken an Schwer­kraft und Mas­se ver­ges­sen. Es ist nicht der Kör­per einer Skulp­tur, den sie dar­stel­len möch­te, son­dern das Ver­hält­nis der Mate­rie zum umge­ben­den Raum, ihr Inter­es­se gilt der Dar­stel­lung von Auf­brü­chen, Zwi­schen­räu­men und ins­be­son­de­re der Trans­pa­renz.

Der Ein­druck von mate­ri­el­ler Ent­halt­sam­keit ent­steht bei den Arbei­ten Ulli Böh­mel­manns auf­grund der beson­de­ren Behand­lung ihrer Mate­ria­li­en, die zumeist den übli­chen Bear­bei­tungs­tech­ni­ken genau ent­ge­gen­steht. Ihre Por­zel­lan­ar­bei­ten las­sen nichts von der erdi­gen Her­kunft des ver­wen­de­ten Mate­ri­als erah­nen, die hauch­dün­nen Por­zel­l­an­for­men besit­zen statt­des­sen eine fast imma­te­ri­el­le Leich­tig­keit. Die­se Wir­kung wird noch ver­stärkt durch den Ver­zicht auf den Glanz der sonst übli­chen Gla­sur. Auf­grund der mat­ten Glät­te und Trans­pa­renz der Ober­flä­chen tritt das Mate­ri­al als sol­ches fast völ­lig in den Hin­ter­grund: Für Ulli Böh­mel­mann steht nur die Idee der Form im Vor­der­grund.

Die Aus­stel­lung läuft vom 15. April – 29. April 2017.

[kunstraumno.10] Mat­thi­as­stras­se 10, 41063 Mön­chen­glad­bach

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