Der Schrank von Ramon Haze

Was wird aus der Kunst des 20. und 21. Jahr­hun­derts? Wel­che Wer­ke blei­ben erhal­ten? Wel­che Kunst­re­zep­ti­on setzt sich durch? Wel­che media­len Arbei­ten sind noch les­bar? Und wie wer­den sie kon­ser­viert? Ramon Haze, ein Kunst­de­tek­tiv und Samm­ler, der in der kom­men­den Kul­tur­epo­che lebt, gibt Ant­wor­ten. Er sam­melt mit sei­nen Scher­gen, Hol­mer Feld­mann und Andre­as Grahl, Objek­te  aus dem 20. und 21. Jahr­hun­dert, deren Funk­tio­nen er nicht mehr erken­nen kann und sie des­halb dem Feld der soge­nann­ten Kunst  zuord­net.

So fin­den sich neben ver­traut erschei­nen­den frü­hen Wer­ken von Jeff Koons oder Mar­cel Duch­amp bei­spiels­wei­se auch Kachel­fel­der-Arbei­ten einer Ruth Tau­er. Die Betrach­ter wer­den in der Kon­fron­ta­ti­on mit die­ser Samm­lung zum Kor­rek­tiv – Kri­te­ri­en der Kunst­kri­tik  und -geschichts­schrei­bung ver­un­klärt. Der Schrank von Ramon Haze beschäf­tigt sich mit Kunst­ge­schich­te, dem Umgang mit Ver­gan­gen­heit und Zukunft, dem Sam­meln und der eige­nen zeit­his­to­ri­schen Situa­ti­on als Künst­ler.

DER SCHRANK VON RAMON HAZE war in den letz­ten 20 Jah­ren erst vier­mal der Öffent­lich­keit zugäng­lich u.a. als  For­schungs­sta­ti­on zum Hybrid Work Space auf der docu­men­ta X. Im Muse­um Abtei­berg wird die Kunst­samm­lung in einer tota­len Instal­la­ti­on und Syn­er­gie mit der Samm­lung des Muse­ums gezeigt. Anläss­lich die­ser Aus­stel­lung erscheint ein erwei­ter­tes wis­sen­schaft­li­ches Werk­ver­zeich­nis.  Die Aus­stel­lung  läuft vom 11. Novem­ber bis zum 27. April 2019. (Die Eröff­nung ist um 12 Uhr).

Städt. Muse­um Abtei­berg
Abtei­stra­ße 27, 41061 Mön­chen­glad­bach
Öff­nungs­zei­ten: Di bis Fr 11–17 Uhr, Sa und So 11–18 Uhr

[ssba]