atelierbesuche.com

Neuer Blog macht Lust auf Kunst

Der Kunst-Blog www.atelierbesuche.com ist erst ein gutes hal­bes Jahr online und wird schon etwa 2.000 Mal im Monat auf­ge­ru­fen: Die Geschich­ten, die Elke Backes über ihre euro­pa­wei­ten Besu­che bei Künst­le­rin­nen und Künst­lern bloggt, kom­men an. „Es freut mich beson­ders, dass mei­ne Leser ger­ne auch län­ger im Blog ver­wei­len“, sagt die Mön­chen­glad­ba­cher Kunst­his­to­ri­ke­rin.

Elke Backes

Der Erfolg des deutsch- und eng­lisch­spra­chi­gen Blogs ist nicht zufäl­lig. Das Design ist auf­ge­räumt und anspre­chend, hoch­wer­ti­ge Fotos und ganz unkom­pli­zier­te, fri­sche Tex­te machen neu­gie­rig und Lust auf mehr. Elke Backes stellt in ihrem Blog bekann­te Künst­ler vor, New­co­mer und auch Aka­de­mie­schü­ler. „Ich beschrei­be nur Kunst, die mir gefällt“, sagt sie.

Ate­lier Jona­than Mee­se

So funktioniert‘s: Pro Künst­ler gibt es einen Bild-Text-Ein­trag. Der Text star­tet knapp und unprä­ten­ti­ös mit den wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen zu Künst­ler und Werk, dann fol­gen die per­sön­li­chen, span­nend-poe­ti­schen Impres­sio­nen, die Elke Backes wäh­rend ihres Ate­lier­be­suchs auf­fängt. Es sind die vie­len Details in der Umge­bung, der Gegen­stän­de und der Kunst­wer­ke, die eine Sto­ry bunt und plas­tisch machen. Wie die über den Besuch beim Mön­chen­glad­ba­cher Bild­hau­er und Maler Tho­mas Vir­nich, den Elke Backes „an einem son­ni­gen Win­ter­nach­mit­tag“ in sei­nem Ate­lier, „eine ehe­ma­li­ge Schu­le, die sich seit 1989 ste­tig in einen Ort der Kunst ver­wan­delt haben soll“ – ein Aus­zug: „Wir wech­seln in den nächs­ten Raum. Ins­ge­samt ein ähn­li­ches Bild, jedoch alles noch ein biss­chen dich­ter und mehr Model­la­ge. Die Lust am For­men und Kne­ten wird hier fühl­bar. Es ist ver­füh­re­risch, über­all anfas­sen zu dür­fen. Das ist doch bestimmt Pap­pe, den­ke ich beim Anblick der typi­schen Ril­len von Well­pap­pe, füh­le vor­sich­tig dar­über und stel­le fest, dass es Kera­mik ist (…)“

Atlier Tho­mas Fir­nich

Elke Backes ist Kunst­his­to­ri­ke­rin, in die­sem Jahr reicht sie ihre Dis­ser­ta­ti­on über das Kamil­lia­ner-Ensem­ble ein. Sie ist auch Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gne­rin und Buch­au­torin („Kolum­ba – Die Evo­lu­ti­on eines Muse­ums“). Die Idee, einen Kunst-Blog ins Leben zu rufen, hat­ten sie und ihr Mann gemein­sam: „Die­se Idee ent­wi­ckel­te sich spon­tan nach einem gemein­sa­men Ate­lier­be­such mit mei­nem Mann. Wir waren uns einig, dass die viel­fäl­ti­gen Ein­drü­cke, die wir hat­ten genie­ßen dür­fen, doch mit mög­lichst vie­len Men­schen geteilt wer­den soll­ten.

Ate­lier Johan­nes Gehr­ke

Ein­fach online, in Form eines Blogs, geschrie­ben als Erleb­nis­be­richt, ganz bewusst unter Ver­zicht der oft kom­pli­zier­ten Spra­che in der Kunst­be­richt­erstat­tung. Noch am sel­ben Tag sicher­te ich mir die Domain atelierbesuche.com und begann mit den Noti­zen für mei­nen ers­ten Blog-Ein­trag.“ Für die Zukunft plant Elke Backes, ihren Blog um das The­ma Ange­wand­te Kunst zu erwei­tern. Mehr Infos hier! 

[ssba]