Schlosskonzert

Fremd bin ich eingezogen…“ – Schuberts Winterreise

Franz Schu­berts „Win­ter­rei­se“ gilt als der berühm­tes­te Lie­der­zy­klus des öster­rei­chi­schen Kom­po­nis­ten, viel­leicht sogar als der berühm­tes­te Lie­der­zy­klus der Musik­ge­schich­te über­haupt. Die „24 See­len­zu­stän­de“ nach Gedich­ten von Wil­helm Mül­ler, die Schu­bert im Jahr 1827 ver­tont hat, erzäh­len von einem von der Lie­be ent­täusch­ten Mann und sei­ner ziel­lo­sen Rei­se durch eine ein­sa­me Win­ter­land­schaft. Im Ver­lauf des Zyklus wird der Hörer immer mehr zum Beglei­ter des Wan­de­rers. Mit sei­ner zu Her­zen gehen­den Schil­de­rung gelang Schu­bert eine bewe­gen­de Dar­stel­lung des exis­ten­ti­el­len Schmer­zes eines Men­schen. Fast jeder enga­gier­te Sän­ger wid­met sich in sei­ner Lauf­bahn irgend­wann die­sem Zyklus, der als Gip­fel­punkt roman­ti­scher Lied­kunst und sowohl tech­nisch wie inter­pre­ta­to­risch als gro­ße Her­aus­for­de­rung für Sän­ger und Pia­nis­ten gilt.

Der Bari­ton Tobi­as Hänsch­ke und der Pia­nist Micha­el Hänsch­ke, zwei aus einer Musi­ker­fa­mi­lie stam­men­de Brü­der, haben die Win­ter­rei­se in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bereits mehr­fach erfolg­reich gemein­sam auf­ge­führt. Tobi­as Hänsch­ke absol­vier­te sein Gesangs­stu­di­um an der Folk­wang Uni­ver­si­tät der Küns­te in Essen und arbei­te­te als Solist u.a. an der Deut­schen Oper am Rhein und am Thea­ter Dort­mund sowie als Chor­sän­ger mit dem Chor­Werk Ruhr und dem WDR-Rund­funk­chor. Seit der Spiel­zeit 2009/10 ist er am Thea­ter Regens­burg im Opern­chor enga­giert. Micha­el Hänsch­ke stu­dier­te an der Musik­hoch­schu­le Köln in der Meis­ter­klas­se von Prof. Pavel Gili­l­ov. 1994 gewann er den Ers­ten Preis beim inter­na­tio­na­len Kam­mer­mu­sik­wett­be­werb „Pal­ma d’oro“ in Ita­li­en. Neben sei­ner Kon­zert­tä­tig­keit als Pia­nist ist Micha­el Hänsch­ke auch als Musik­päd­ago­ge aktiv.

Kar­ten für das Schloss­kon­zert am 22. Febru­ar (20 Uhr) im Schloss Rheydt sind zum Preis von 13,- Euro (erm. 9,- Euro) zzgl. Vor­ver­kaufs-Gebühr an der Thea­ter­kas­se und allen bekann­ten VVK-Stel­len sowie online hier  erhält­lich.

[ssba]