MG 2018

Lie­be Mön­chen­glad­ba­che­rin­nen, lie­be Mön­chen­glad­ba­cher,

für Mön­chen­glad­bach war 2017 ein sehr ereig­nis­rei­ches Jahr, das für eine gan­ze Rei­he posi­ti­ver und not­wen­di­ger Ent­wick­lun­gen steht, durch die wert­vol­le Impul­se für die Zukunft unse­rer Stadt gesetzt wer­den konn­ten. Im zurück­lie­gen­den Jahr ist vie­les vor­an­ge­kom­men, die Stadt­ent­wick­lung hat wei­ter an Dyna­mik gewon­nen, und weil vie­le Men­schen zuge­zo­gen sind, hat die Stadt die 270.000 Ein­woh­ner-Mar­ke über­schrit­ten.

Emotionen und Begeisterung für die Stadt

Es freut mich sehr, dass die Stim­mung in Mön­chen­glad­bach durch­weg gut ist. Das hat nicht nur die Begeis­te­rung der Bevöl­ke­rung bei der Teil­nah­me an der Tour de Fran­ce gezeigt. Das inter­na­tio­na­le Sport­er­eig­nis die­ses Jah­res, das Mön­chen­glad­bach welt­weit einen media­len Image­ge­winn bescher­te, hat bewie­sen, dass Mön­chen­glad­bach eine Sport­stadt mit Herz und ein guter Gast­ge­ber ist. Das wur­de auch bei der selbst vom DFB als groß­ar­tig ange­se­he­nen Bewer­bung um die Fuß­ball-EM 2024, die wir gemein­sam mit unse­rer Borus­sia abge­ge­ben haben, deut­lich spür­bar. Dank der Mit­wir­kung zahl­rei­cher Per­so­nen, Ver­ei­ne und Insti­tu­tio­nen haben wir eine Bewer­bung abge­ge­ben, die lei­den­schaft­lich, emo­tio­nal und vor allem authen­tisch war. Sie hat auch über­re­gio­nal über­aus hohe Sym­pa­thie­wer­te und Auf­merk­sam­keit erzielt. Zwar sind wir knapp geschei­tert, aber den Rücken­wind, den die Bewer­bung stadt­weit ent­facht hat, wer­den wir nut­zen!

Mönchengladbach hat einen Lauf

Unse­re Stadt hat einen Lauf und ent­wi­ckelt vor dem Hin­ter­grund der erfolg­rei­chen Stra­te­gie „mg+ Wach­sen­de Stadt“ ein Selbst­be­wusst­sein wie lan­ge nicht. Das bestä­ti­gen uns auch die zum Teil inter­na­tio­na­len Inves­to­ren, die auf Mön­chen­glad­bach schau­en und in unse­rer Stadt aktiv wer­den wol­len. City-Ost, Haus West­land und die Roer­mon­der Höfe sind hier nur eini­ge Bei­spie­le.

Bürgerinnen und Bürger im Dialog

Immer mehr Bür­ge­rin­nen und Bür­ger suchen den Dia­log mit der Ver­wal­tung und brin­gen sich mit wert­vol­len Ide­en und Anre­gun­gen in offe­nen Dia­log­fo­ren zu wich­ti­gen The­men für die  Zukunfts­ge­stal­tung unse­rer Stadt ein. „Nicht meckern, son­dern machen“, lau­tet hier der rich­ti­ge Ansatz, an der seit eini­ger Zeit erkenn­bar dyna­mi­schen Ent­wick­lung unse­rer Stadt mit­zu­wir­ken. Dazu zäh­len vor allem die vie­len Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die in unter­schied­lichs­ten Berei­chen wert­vol­le ehren­amt­li­che Arbeit leis­ten. Aber auch die vie­len Initia­ti­ven und Ver­ei­ne, die ent­we­der ihre Wohn­quar­tie­re revi­ta­li­sie­ren oder die­se mit Leben fül­len.

Ob der jetzt vom Rat beschlos­se­ne Mas­ter­plan Nahmo­bi­li­tät, das vor kur­zem gestar­te­te Werk­statt­ver­fah­ren zur Zukunft des Maria-Hilf-Gelän­des oder der Innen­stadt-Dia­log Mön­chen­glad­bach: die Mit­wir­kung der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger an der Gestal­tung des Stadt­bil­des und ihres unmit­tel­ba­ren Wohn­um­fel­des ist gut für unse­re Stadt.

Rat stellte entscheidende Weichen

Der Rat hat mit weit­rei­chen­den und nach­hal­ti­gen Ent­schei­dun­gen im aus­klin­gen­den Jahr vie­les in Bewe­gung gesetzt und Wei­chen gestellt: So beschlos­sen die – übri­gens auch ehren­amt­lich täti­gen — Rats­mit­glie­der unter ande­rem eine fami­li­en­freund­li­che Aus­bau­pla­nung für Kin­der­gar­ten­ein­rich­tun­gen im nächs­ten Kin­der­gar­ten­jahr mit sechs Neu­bau­ten und drei Depen­dan­cen, sie stimm­ten dem Ver­ga­be­ver­fah­ren für die City-Ost zu, und sie stimm­ten für den Rah­men­plan Abtei­berg, den Nah­ver­kehrs­plan und das ÖPNV-Lini­en­kon­zept. Ganz beson­ders freue ich mich, dass unse­re Stadt für 2018 mit dem jetzt gefass­ten Rats­be­schluss erst­mals seit 1993 wie­der einen aus­ge­gli­che­nen Haus­halt vor­le­gen  kann. Und das sogar ohne Steu­er­erhö­hun­gen! Und mit der Fort­set­zung des erfolg­rei­chen Kon­zep­tes „Thea­ter mit Zukunft“ hat der Rat gemein­sam mit dem Kre­fel­der Stadt­rat die Finan­zie­rung unse­res erfolg­rei­chen Gemein­schafts­thea­ters sicher­ge­stellt.

Vieles in Bewegung

Trotz aller weit­rei­chen­den Ent­schei­dun­gen, die in 2017 getrof­fen wur­den, liegt noch viel Arbeit vor uns, und längst sind nicht alle Vor­ha­ben in „tro­cke­nen Tüchern“. Mit Hoch­druck arbei­tet die Ver­wal­tung an einem Inte­grier­ten Ent­wick­lungs- und Hand­lungs­kon­zept für Alt-Mön­chen­glad­bach, mit dem nach dem Vor­bild der Rhe­ydter Innen­stadt eine spür­ba­re Bele­bung und Auf­wer­tung des Innen­stadt-Kerns ange­strebt wird. Die Mön­chen­glad­ba­cher Innen­stadt ein­schließ­lich Alt­stadt und angren­zen­der Wohn­quar­tie­re soll sowohl in städ­te­bau­li­cher als auch sozio­öko­no­mi­scher Hin­sicht zu einem attrak­ti­ven Lebens-, Frei­zeit- und Erho­lungs­raum qua­li­fi­ziert wer­den. Ein Quar­tiers­ma­nage­ment, die Neu­ge­stal­tung des Hans-Jonas- und des Ger­oparks sowie die Sanie­rung und und mög­lichst auch Erwei­te­rung der Zen­tral­bi­blio­thek, der Kapu­zi­ner­platz mit der geplan­ten Markt­hal­le und der Ade­nau­er­platz mit dem angren­zen­den Croons­quar­tier: Das sind Pro­jek­te, die  in den kom­men­den Jah­ren mit För­der­mit­teln aus EU, Bund und Land ange­packt wer­den sol­len.

Mönchengladbach wächst

Wei­te­re bau­li­che Ver­än­de­run­gen, die man auch als not­wen­di­ge „Stadt­re­pa­ra­tur“ bezeich­nen kann, sind für 2018 in Vor­be­rei­tung: So auf dem Gelän­de von Haus West­land, wo in den nächs­ten Jah­ren ein neu­es Quar­tier für Woh­nen, Arbei­ten, Frei­zeit, Ein­kau­fen und Gas­tro­no­mie im Sin­ne eines neu­en Ein­gangs­to­res zur Stadt ent­steht. In die­sem Zusam­men­hang soll auch der Euro­pa­platz vor dem Haupt­bahn­hof neu gestal­tet wer­den. Auf der Agen­da ste­hen auch die Ent­wick­lung des ehe­ma­li­gen Reme-Gelän­des zu einem attrak­ti­ven Wohn­ge­biet und die City-Ost, auf der unter ande­rem ein neu­es Wohn­quar­tier am See geplant ist. Wie die City-Ost geht auch das Mas­ter­plan-Pro­jekt „Glad­bach­tal“ mit dem Bau­stein Gero­wei­her  im kom­men­den Jahr pla­ne­risch an den Start. Hier soll an expo­nier­ter Lage mit Pan­ora­ma­blick auf den Abtei­berg ein leben­di­ges inner­städ­ti­sches Erho­lungs­ge­biet ent­ste­hen.

Unser Ziel ist es, im Sin­ne der Wach­sen­den Stadt die am Ort leben­den und arbei­ten­den Men­schen zu hal­ten und zusätz­li­che Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu gewin­nen. Damit ein­her geht auch der Aus­bau der Infra­struk­tur: Mobi­li­tät, Digi­ta­li­sie­rung, Kin­der­gär­ten und Schu­len. So inves­tiert die Stadt neben den Inves­ti­tio­nen der Hoch­bau­ver­wal­tung in Mil­lio­nen­hö­he bei­spiels­wei­se aus dem För­der­pro­gramm des Lan­des „Gute Schu­le“, in den nächs­ten vier Jah­ren ins­ge­samt 36 Mil­lio­nen Euro. Wei­te­re 24 Mil­lio­nen Euro wer­den erwar­tet. Das für die Bil­dung ange­leg­te Geld, unter ande­rem in die IT-Aus­stat­tung, ist gute Inves­ti­ti­on.

Kommune heißt Gemeinschaft

Mein Dank gilt beson­ders den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, die sich auf kari­ta­ti­vem, sport­li­chem und kul­tu­rel­lem Gebiet in Kir­chen, Ver­ei­nen, Ver­bän­den, Insti­tu­tio­nen und Initia­ti­vem beruf­lich oder ehren­amt­lich enga­giert haben. Nicht zuletzt dan­ke ich den Mit­glie­dern des Rates für die gute Zusam­men­ar­beit und für ihr ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment, sich für unse­re Stadt ein­zu­set­zen. Kom­mu­ne heißt Gemein­schaft. Sie funk­tio­niert am bes­ten, wenn sich vie­le dar­an betei­li­gen, ihre Stadt attrak­tiv zu gestal­ten, lebens- und lie­bens­wert zu machen.

Ich wün­sche Ihnen ein besinn­li­ches, fried­vol­les und geruh­sa­mes Weih­nachts­fest und alles Gute für das Jahr 2018, auf das ich mich freue.

Ihr

Ober­bür­ger­meis­ter

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