MG 2019

Lie­be Mön­chen­glad­ba­che­rin­nen, lie­be Mön­chen­glad­ba­cher,

ein ereig­nis­rei­ches Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu. Es war ein Jahr, das vor allem für eine gan­ze Rei­he posi­ti­ver Ent­wick­lun­gen steht, durch die wert­vol­le Impul­se für die Zukunft unse­rer Stadt gesetzt wor­den sind.

Stadt im Aufbruch

Was mich im nun aus­klin­gen­den Jahr sehr gefreut hat, ist die wei­ter­hin posi­ti­ve und dyna­mi­sche Ent­wick­lung unse­rer Stadt, die sich erfreu­li­cher­wei­se an den Trend der vor­her­ge­hen­den Jah­re ange­knüpft hat. Die Mön­chen­glad­ba­cher Wirt­schaft boomt, die Beschäf­ti­gung ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich um nahe­zu 25 Pro­zent gestie­gen, und die Rah­men­be­din­gun­gen für Inves­ti­tio­nen sind her­vor­ra­gend. Ent­ge­gen aller Demo­gra­fie-Schwarz­ma­le­rei­en wächst unse­re Stadt und hat inzwi­schen die Zahl von 270.000 Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern über­schrit­ten.

 „Bei uns geht was.“ Das hört man nun häu­fi­ger den einen oder ande­ren selbst­be­wusst sagen. Stimmt, zum Bei­spiel, wenn es dar­um geht, neu­en  Wohn­raum zu schaf­fen. So sind neue Wohn­quar­tie­re in unter ande­rem in Rhein­dah­len, Hardt und Lür­rip in Pla­nung. Aber nicht nur in den Außen­be­zir­ken, die wich­ti­ge Lebens­adern für die Innen­städ­te sind, auch in den Zen­tren wird dar­an gear­bei­tet, zusätz­li­chen Wohn­raum zu schaf­fen: Mit den Pro­jek­ten „Maria-Hilf-Ter­ras­sen“ im Her­zen der Mön­chen­glad­ba­cher Innen­stadt und „See­stadt mg+“ auf dem Gelän­de der City-Ost wer­den in den nächs­ten Jah­ren etwa 2.500 Woh­nun­gen für Men­schen jeden Alters und aller Ein­kom­mens­klas­sen ent­ste­hen.

Maria-Hilf-Ter­ras­sen

Ers­te sicht­ba­re Zei­chen sind hier im nächs­ten Jahr zu erwar­ten: So ste­hen auf dem Gelän­de der frü­he­ren Maria-Hilf-Kli­ni­ken die ers­ten Abriss­ar­bei­ten an, die den Weg frei machen für das hoch­wer­ti­ge Wohn­quar­tier. In der „See­stadt mg+“, dem frü­he­ren Güter­bahn­hofs­ge­län­de, wer­den 2019 die ers­ten tem­po­rä­ren „Platz­hal­ter“ erkenn­bar, die auf das neue, nahe­zu auto­freie Stadt­quar­tier mit See­blick hin­wei­sen, und auf dem Reme-Gelän­de, wo eben­falls ein attrak­ti­ves Wohn­ge­biet ent­ste­hen wird, begin­nen im nächs­ten Jahr mit der Alt­las­ten­sa­nie­rung die Vor­ar­bei­ten für das neue Quar­tier. Auf die Bau­stel­le geht es im nächs­ten Jahr auch auf dem Kapu­zi­ner­platz, wo eine neue attrak­ti­ven Markt­hal­le als wich­ti­ger Impuls­ge­ber für die Mön­chen­glad­ba­cher Ober­stadt ent­ste­hen wird.

Die Stadt gestaltet ihre Zukunft in vielen Bereichen

Die Stadt gestal­tet ihre Zukunft in vie­len Berei­chen und nutzt ihre Poten­zia­le. Vie­le Vor­ha­ben sind in die­sem Jahr in Bewe­gung gekom­men. Nach dem Rheyd­ter Vor­bild, wo die Stadt dank För­der­mit­tel von EU, Bund und Land mehr als 30 Mil­lio­nen Euro unter ande­rem in den neu­en Markt­platz inves­tiert hat, geht die Stadt auch in Mön­chen­glad­bach vor, um För­der­mit­tel für den Stadt­um­bau von Alt-Mön­chen­glad­bach in Höhe von mehr als 50 Mil­lio­nen Euro zu bekom­men. In dem etwa 240 Hekt­ar gro­ßen För­der­ge­biet lie­gen unter ande­rem der Euro­pa­platz mit dem Haupt­bahn­hof und der Platz der Repu­blik, der Abtei­berg mit Ger­o­park und Hans-Jonas-Park, der Alte Markt, das Maria-Hilf-Are­al sowie das Westend und der Vitus-Park. Ins­ge­samt 12,5 Mil­lio­nen Euro flie­ßen dank För­der­mit­tel des Lan­des, des Bun­des und der EU in ers­te Maß­nah­men. Dazu zäh­len unter ande­rem die Umge­stal­tung der Westend-Pro­me­na­de, die Auf­wer­tung des Plat­zes der Repu­blik als Frei­raum­park und die Auf­wer­tung des Hans-Jonas-Parks. Ein ganz beson­de­res Juwel ist hier vor allem die jetzt vom Rat beschlos­se­ne Sanie­rung, Moder­ni­sie­rung und Erwei­te­rung der Zen­tral­bi­blio­thek. Sie soll als moder­ne Biblio­thek der Zukunft zum Wis­sens- und For­schungs­ort sowie in ihrer Neu­aus­rich­tung und Öff­nung zum Treff­punkt für das zen­tra­le inner­städ­ti­sche Quar­tier wer­den.

Aber nicht nur die Mön­chen­glad­ba­cher, auch die Rheyd­ter Innen­stadt wird sich in den nächs­ten Jah­ren wei­ter­hin zum Posi­ti­ven ver­än­dern. Die geplan­te Zen­tra­li­sie­rung der Ver­wal­tung mit zukünf­tig 1.900 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern, die ab Janu­ar 2025 am Stand­ort Rheydt ihren neu­en moder­nen Arbeits­platz fin­den wer­den, wird als Fre­quenz­brin­ger für Han­del und Gas­tro­no­mie die Innen­stadt stär­ken. Der Rat hat jetzt auf Basis einer Wirt­schaft­lich­keits­be­trach­tung grü­nes Licht für einen nächs­ten Schritt gege­ben, der die Durch­füh­rung eines Pla­nungs­wett­be­werbs für das neue Rat­haus vor­sieht. Die Stadt hat die gro­ße Chan­ce,  sich von ins­ge­samt 26 im Stadt­ge­biet ver­teil­ten und auf Dau­er zu kost­spie­li­gen, da sanie­rungs­be­dürf­ti­gen und unwirt­schaft­li­chen Stand­or­ten tren­nen, um am Stand­ort Rheydt eine Ver­wal­tung der Zukunft auf­zu­bau­en.

Klimaschutz und Mobilität

Ihre Zukunft gestal­tet die Stadt mit Nach­druck in vie­ler­lei Hin­sicht: So hat die Stadt in die­sem Jahr zur För­de­rung einer zukunfts­ori­en­tier­ten Mobi­li­tät zusam­men mit der NEW einen Green City Mas­ter­plan Elek­tro­mo­bi­li­tät erar­bei­tet. Es ist unser Ziel, die Gesund­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu schüt­zen, die Luft­qua­li­tät zu ver­bes­sern und mit geeig­ne­ten Maß­nah­men ein Die­sel­fahr­ver­bot zu ver­mei­den. Statt Restrik­tio­nen zu ver­hän­gen, wol­len wir mit Ange­bo­ten und einer ver­bes­ser­ten Infra­struk­tur zum Umden­ken moti­vie­ren.

Investitionen in nachfolgende Generationen

Zukunfts­fä­hig­keit für eine Stadt schaf­fen bedeu­tet vor allem auch in die Daseins­vor­sor­ge für nach­fol­gen­de Genera­tio­nen inves­tie­ren, Fami­li­en mit Kin­dern eine ent­spre­chen­de Infra­struk­tur zu bie­ten und damit das Prä­di­kat Fami­li­en­freund­lich­keit unter Beweis zu stel­len, wie es bei­spiels­wei­se die über­aus erfolg­rei­che Ein­füh­rung der Fami­li­en­kar­te geschafft hat. Zu einer guten Infra­struk­tur gehö­ren vor allem aus­rei­chen­de Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen mit ent­spre­chen­den Betreu­ungs­plät­zen und Schu­len, die eine anspre­chen­de und in der Aus­stat­tung zeit­ge­mä­ße Atmo­sphä­re bie­ten. In bei­den Berei­chen ist noch viel zu tun, aber auch viel geschafft:

So sind im aus­klin­gen­den Jahr fünf neue Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen mit mehr als 150 Betreu­ungs­plät­zen in Betrieb genom­men wor­den. Wei­te­re zusätz­li­che Betreu­ungs­plät­ze durch ein­ge­lei­te­te Neu­bau­maß­nah­men sind geplant. Dar­über hin­aus hat der Rat den Auf­bau von fünf wei­te­ren Modul-Fer­tig­bau­an­la­gen für jeweils bis zu 100 Kin­der beschlos­sen. Ins­ge­samt ent­ste­hen somit rund 645 neue Betreu­ungs­plät­ze für Kin­der im Vor­schul­al­ter.

In Mil­lio­nen­hö­he wird an Schu­len inves­tiert, sei es für den Aus­bau von Betreu­ungs­plät­zen im Offe­nen Ganz­tag oder für die drin­gend erfor­der­li­che Sanie­rung. Etwa 9,1 Mil­lio­nen Euro jähr­lich, ins­ge­samt 36,5 Mil­lio­nen Euro bis zum Jahr 2020, inves­tiert die Stadt aus dem NRW-För­der­pro­gramm „Gute Schu­le 2020“. Zusam­men mit Bun­des­mit­teln erhält die Stadt  aktu­ell 24,5 Mil­lio­nen Euro zur Ver­bes­se­rung der Schul­in­fra­struk­tur. Zu den Inves­ti­tio­nen zäh­le ich auch die digi­ta­le Aus­rich­tung der Infra­struk­tur an Schu­len.

Die Herausforderungen der Zeit gemeinsam meistern

In vie­len Berei­chen gestal­tet die Stadt aktiv gemein­sam mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ihre Zukunft und meis­tert die Her­aus­for­de­run­gen der Zeit. In zahl­rei­chen Vor­ha­ben schließt sie die Men­schen im Quar­tier mit Ide­en und Anre­gun­gen in die Pro­zes­se ein, um ihnen iden­ti­täts­stif­tend eine Hei­mat zu bie­ten, in der sie sich wohl füh­len. Jüngs­tes Bei­spiel ist der Mas­ter­plan Stadt­be­zir­ke, der die Außen­be­zir­ke lebens- und lie­be­vol­ler wer­den las­sen soll. Ein gutes Bei­spiel für die Betei­li­gung der Öffent­lich­keit bie­tet auch die Sozi­al-Hol­ding der Stadt. Als eines der inno­va­tivs­ten Pfle­ge­un­ter­neh­men Deutsch­lands geht sie im genera­ti­ons­über­grei­fen­den Zusam­men­le­ben im Quar­tier und in der Teil­ha­be am öffent­li­chen Leben für Senio­rin­nen und Senio­ren vor­an. Gemein­sam mit der Hoch­schu­le Nie­der­rhein und der Wirt­schaft ent­wi­ckelt sie im For­schungs­pro­jekt „Urban Life+“ neue Tech­no­lo­gi­en für senio­ren­ge­rech­te Quar­tie­re und in die­sem Zusam­men­hang auch ein E-Scoo­ter-Sharing als Modell­pro­jekt für mobi­li­täts­ein­ge­schränk­te Men­schen.

Teil­ha­be am Leben und ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment sind grund­le­gen­de Pfei­ler im Mit­ein­an­der einer Stadt. Ohne die vie­len Men­schen, die sich für unse­re Stadt ein­set­zen, die ihre Frei­zeit opfern und für ande­re da sind, wäre unse­re Stadt ein gan­zes Stück ärmer. Mein Dank gilt daher beson­ders den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, die sich auf kari­ta­ti­vem, sport­li­chem und kul­tu­rel­lem Gebiet, in Kir­chen, Ver­ei­nen, Ver­bän­den, Insti­tu­tio­nen und Initia­ti­ven ehren­amt­lich enga­giert haben.

Ganz in die­sem Sin­ne bleibt mir, Ihnen allen ein ruhi­ges und besinn­li­ches Weih­nachts­fest im Krei­se Ihrer Fami­li­en, Part­ne­rin­nen und Part­nern, Freun­de und Bekann­ten zu wün­schen sowie einen stim­mungs­vol­len Jah­res­wech­sel. Gleich­zei­tig wün­sche ich Ihnen und uns allen für das Jahr 2019 neben Erfolg vor allem Frie­den, Gesund­heit und Wohl­erge­hen.

Ihr

Ober­bür­ger­meis­ter

[ssba]